Sauerstoff
Sauerstoff im Heizmedium

Mit zunehmendem Sauerstoffgehalt nimmt auch die Korrosion der Metallteile in der Heizanlage zu. Da Heizkreisläufe heute mehrheitlich geschlossen sind, ist in der Regel die Korrosion gering. Unter gewissen Voraussetzungen kann über Anlageteile oder Füllwasser trotzdem Sauerstoff ins Heizmedium gelangen. Je nach Korrosionsgeschwindigkeit ändern sich die Korrosionsprodukte. Bei geringer Korrosion bildet sich kein oder dunkelfarbiger Rost (weitgehend unproblematisch). Je höher die Korrosionsrate, desto heller wird der Rost in der Anlage. Bei orangeroter (alarmierend!), heller Färbung des Rostschlammes in einer Anlage, sollte die Konzeption der Heizung durch einen Fachmann überprüft und das Heizwasser umgehend analysiert werden. Sicher ist jedoch, dass die geringe Sauerstoffmenge, welche durch Kunststoffrohre ins Heizwasser findet, für eine Korrosion meist gar nicht relevant ist. Es gibt aber andere Wege, wie Sauerstoff in das Heizmedium eintreten kann (Verschraubungen, Entlüfter und andere Geräte, Nachfüllungen etc.). So gibt es auch mikrobielle Schleime, welche sich bei den heutigen Betriebstemperaturen von Bodenheizungen entwickeln können und welche Sauerstoff ins Heizmedium abgeben.
Sicher ist, dass eine Schlammbildung oder ein hoher Sauerstoffgehalt des Heizmediums kein Indiz für den Zustand von Kunststoffteilen ist. Der Sauerstoffgehalt gibt nur Auskunft über das Korrosionspotenzial des Wassers.
Wer alle zwei oder drei Jahre das Heizwasser durch einen anerkannten, unabhängigen Fachmann analysieren lässt, der weiss über die Wahrscheinlichkeit einer Verschlammung (Kalk, Rost, andere Ablagerungen) Bescheid und kann im Störfall auch die richtigen Massnahmen treffen.

